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    Donnerstag, 9. August 2007

    Amsterdam International

    In letzter Zeit werde ich wirklich zum Weltbürger. Vor ein paar Wochen war es Paris und gestern haben Tina, ihr amerikanischer Mitbewohner Kostadin und ich uns spontan zu einem Tripp nach Amsterdam aufgemacht. Ein toller Vorteil von Münster ist ja schließlich, dass man in 45 Minuten in Holland und in ca. 2 1/2 Stunden in Amsterdam ist.


    Mit einer Bootsrundfahrt haben wir unsere Stadttour begonnen. Tina und ich hatten die Tour zwar beide früher schon einmal gemacht, aber wir dachten, dass es eine gute Möglichkeit für Kostadin ist, einen Überblick über die Stadt zu bekommen. Am mneisten fasziniert haben ihn die unheimlich schiefen, alten Häuser an den Grachten (Kanälen). Wegen des weichen Bodens sind alle Häuser auf Pfählen gebaut, die aber trotzdem nicht verhindern können, dass die Gebäude sich zu allen Seiten biegen. Man mag es kaum glauben, aber wirklich einsturzgefärdet ist keines.




    Interessant war auch noch, Amsterdams schmalstes Haus zu sehen - es ist nur einen Meter breit. Grund dafür ist, dass Steuern für die Häuser früher nach ihrer Breite bezahlt werden mussten. Daher sind die Häuser alle sehr eng, so dass Möbel und andere schwere Sachen mit Hilfe eines Hakens am Giebel rein- und rausgehieft werden müssen.



    Nach ausgiebigen Spaziergängen durch die schönen Grachtenstraßen haben wir nachmittags an Tinas Lieblingscafé Station gemacht. Tina hat ein Jahr in Amsterdam studiert und war unser offizieller Tourguide :-) Abends sind wir traditionell in der Pancake Bakery eingekehrt, um eines der holländischen Nationalgerichte, waagenradgroße Pfannkuchen zu essen. Kostadin hat es so gut geschmeckt, dass er nach seiner Portion mit Schinken und Käse noch einen Kinderpfannkuchen bestellt hat, um die vielen verschiedenen Sirupsorten (Stroop) zu testen, die auf den Tischen standen. Eigentlich wurde der KINDERpfannekuchen nur wegen der Größe bestellt, doch die Küche hat die Bestellung ziemlich wörtlich genommen ;-).



    Allgemein hat es mir wieder sehr gut gefallen in Amsterdam. Im direkten Vergleich zu Paris kann ich sagen, dass ich den Eindruck hatte, dass Amsterdam noch internationaler ist. Das mag auch daran liegen, dass die Holländer so ein aktives Handelsvolk sind, Amsterdam einen großen Hafen hat und nahe am Meer liegt. Obwohl Amsterdam sehr quirlig und groß ist, kommt mir Paris aber noch größer und vielseitiger vor. Dort hat jedes Viertel seinen ganz eigenen Charakter und man kommt sich in den verschiedenen Gebieten teilweise vor, als wäre man in einer ganz anderen Stadt. Weiter ist mir aufgefallen, dass Amsterdam irgendwie ungeordneter und dreckiger als Paris ist - in Paris findet man kaum einmal Schmierereien in der U-Bahn, in Amsterdam waren die Fenster aber voll davon. Trotzdem mag ich Amsterdam, die romantischen Grachten, die vielen Restaurants an jeder Ecke und die Einkaufsstraßen, in denen man aus ganz verschiedenen Kulturen einfach alles bekommen kann. Einschließlich jeder Menge Hasch. Wir haben es nicht getestet, aber allein schon der Geruch aus jeder zweiten Kneipe hätte einen beduselt machen können! ;-)

    1 Kommentar:

    Jule hat gesagt…

    Jaja, MA-Arbeit später abgeben als geplant, groß rumreisen, aber noch nicht einmal in unserer neuen Wohnung gewesen...tztztz.