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    Montag, 27. August 2007

    Looking Through a Bird's Eye

    So, also ich war Ballonfahren. Unten seht ihr den Artikel, den ich für die Zeitung darüber geschrieben habe. Ich denke, es ist unnötig zu sagen, dass auch ich zu den aufgeregten Frauleuten zählte, die vor dem Start unbedingt noch mal schnell auf die Toilette mussten ;-) Ansonsten war es einfach nur grandios!!

    Mein Artikel:

    Emsdetten – Otto Jacobs und Matthias Jaske sind schon alte Hasen. Mit gelassener Vorfreude sitzen sie am Samstag auf dem Hof der Firma Kanu-Tour in Emsdetten und warten darauf, dass Firmenleiter Werner Großmann das Zeichen zum Aufbruch zur großen Ballonfahrt gibt. Die Karten dafür haben sie als Hauptgewinn beim MZ-Preisausschreiben gewonnen.

    Auch Annette Kamp und Kerstin Heinze zählen zu den glücklichen Gewinnern. Doch sie sind Ballonneulinge, Ungetaufte, wie die Ballöner sagen. „Als ich wusste, dass ich gewonnen habe, habe ich mich erst unheimlich gefreut, aber jetzt ist mir doch etwas mulmig zumute“, erzählt Kerstin Heinze.

    An der Startwiese am Emsufer angekommen bleibt aber kaum mehr Zeit für flatternde Nerven. Alle Mitfahrer müssen mithelfen den großen Ballon startklar zu machen. Von einem Gebläse auseinandergetrieben entfaltet sich das riesige Tuch, mit Gas angewärmt richtet die heiße Luft den Ballon auf. Zeit zum Einsteigen. Letzte Zweifel werden über Bord geworfen und kaum hat sich die Gruppe umsehen, schweben sie auch schon in der Luft.

    Für den ersten Augenblick herrscht Stille im Korb. Die Zurückgebliebenen auf der Wiese werden immer kleiner und der Balllon schwebt majestätisch Richtung Saerbeck. „Man hat gar nicht das Gefühl, dass man sich bewegt“; stellt Annette Kamp verwundert fest. Und doch gleiten Wiesen und Wälder unter ihnen hinweg. Über Saerbeck wird es für Matthias Jaske interessant. „Da stehen meine Kinder“, ruft er begeistert.


    Fast zwei Stunden fahren die Gewinner in den Sonnenuntergang hineinen. Kurz vor dem Teutoburger Wald setzt Werner Großmann zur Landung an. Alles klappt reibungslos.


    Als sie aus dem Korb klettern, strahlen Annette Kamps und Kerstin Heinze. Es ist nichts mehr zu spüren von der Anspannung des Starts. Sie sind bereit für die traditionelle Ballönertaufe mit Feuer, Erde und Sekt, den Elementen der Zunft. Sie zählen jetzt zum Adel der Lüfte und tragen einen neuen Namen. Auf dass sie niemals mehr vom Ballonfliegen, sondern nur noch vom Fahren schwärmen. So ruhig, als ob man steht, nur eben in der Luft.



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